Förderkreis St. Nicolai Zerbst e.V.

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Aufgabenstellung für Projekte des Zeitraumes ab 2007

Die vorgesehenen Projekte sollen der Nutzung des Kirche als Kulturstätte dienen und die Bedingungen für Veranstaltungen verbessern.

1. Turmbauwerk:  

Die Angaben für den Mittelbau beziehen sich auf  5 Höhenniveaus über Grund mit darunter liegenden Decken

- Beräumung des Turmes auf allen Ebenen

- Entwässerung der Aussichtsplattform, Dichtung der Decke D5

- Messingplatten mit Richtungsangaben nach Osten und Westen an Aussichtpunkten

- Einsetzen der 3 Fenster auf der Westseite

- Auf einigen Ebenen Deckenputz

- Einbau einer weiteren Decke D3 mit Zugang vom Nordturm, evtl. auch Südturm

- Ergänzende Elektrifizierung

- Galerieleisten im Ausstellungsraum, entsprechende Beleuchtung, Tür und Mobiliar

- Holzbelag für Decke D1

- Sicherheitsgerechtes Geländer auf Decke D2

- Installation der Uhrenglocke auf dem Südturm incl. Schlagwerk

- Umgestaltung des Einganges zum Südturm

- Handläufe an der Treppe im Südturm


2.Kirchenschiff:  

- Wasserdurchlässige und tragfähige Befestigung der Bodenoberfläche des Mittelschiffes

- Anlegung von 1-2 Stufen (Höhenunterschied) im Mittelschiff

- Lichtanlage für das gesamte Kirchenschiff

- Weitere bauliche Gestaltung, evtl. Einbeziehung eines Solarprojektes

- Verlegung der Achteckplatten in einem Seitenschiff

- Bau eines Sanitärtraktes mit Mehrzweckraum

- Entwässerung der Säulenfüße

- Anschaffung von Sitzbänken u. Tischen


3. Einzelobjekte:

- Schutz für das Unionsdenkmal

- Weitere Ergänzung des Unionsdenkmals

- Schutz für den Garpraderepitaph

- Konservierung weiterer Epitaphien

- Konservierung von Fassadenelementen

Eine Auswahl von Kleinprojekten:

Nutzbarer Innenraum

In einer ersten Phase ist die Nutzung des Innenraumes für öffentliche Freiluftveranstaltungen vorgesehen. Auf das von Zetieba GmbH hergerichtete Planum im Kirchenschiff einschließlich des Chores ist Gras gesät worden.
Die Epitaphien (u.a. Garprader, Kannegießer, Schmidt/Cardel) sind in einen ansehenswerten Zustand zu bringen.
Das Gewölbe über der aufgefundenen Gruft im Chorbereich ist durch ein darüber angelegtes Blumenbeet gesichert worden. Für die Elektroanlage wurden Erdkabel verlegt und drei Schaltschränke gesetzt.

Zu eine spätere Nutzung des Bauwerks wurde an der Fachhochschule Magdeburg eine Diplomarbeit von Herrn Jörg Eichhorn geschrieben. Er entwickelt darin das Projekt einer Musik- und Kongresshalle, die besonderen Ansprüchen genügt.

Öffnung weiterer Portale

Zwei gotische Portale auf der Nordseite und eines auf der Südseite sind noch vermauert, weiterhin das Westtor im Turmbau und eine aus der Renaissance stammende Pforte an der Südseite des Chores. Eventuell ist noch wertvoller Bauschmuck (Hängemaßwerk im Nordosttor) vorhanden. Nach jeder Öffnung ist ein neues Tor oder eine Vergitterung erforderlich.

Restaurierungen von Fensterlaibungen

Ursprünglich hatte jedes der fast 12 m hohen Fenster ein anderes Maßwerk. Einige sind erhalten und vorläufig gesichert, von anderen noch Teile. Auch die Gesimse unter den Fenstern sind schadhaft.

Restaurierung einzelner Elemente der Bauornamentik und Bauplastik

Der Großteil der gemeinten Objekte befindet sich an der Außenseite der Mauer.
Besonders die Ostseite des Chores ist überladen mit der üppigen Bauzier der Spätgotik. Wimperge und Fialen sind fast vollständig erhalten, einige Kreuzblumen fehlen bereits. Wichtig wäre die Verfestigung der Sandsteinoberflächen z.B. mit der KSE-Technik (Kieselsäureester), um dem Verlust der Konturen entgegenzuwirken.
An den Pfeilern sind oberhalb des Kaffgesimses (etwa 4,50 m hoch) noch 19 Konsolen erhalten, die großenteils über individuell gestalteten Gesichtern, Büsten oder Figuren stehen (Kopfkonsolen). Zu 8 dieser Kopfkonsolen der Ostseite gehören auch Baldachine.
Als Einzelobjekt ist die am Pfeiler 17 befindliche „Judensau“ wieder freigestellt worden.
Innen an der Umfassungsmauer des Chores befinden sich zwischen den Fenstern in gleicher Höhe ebenfalls Sandsteinkonsolen und etwa 1,50 m darüber Baldachine.
Einige der letzteren sind aber bereits ausgebrochen und verloren gegangen. Für die unter den Baldachinen gedachten Skulpturen fehlen jegliche Anhaltspunkte

Schaffung eines „Objektmuseums“

Bei der Abtragung am völlig maroden Südausbruch fanden sich in der Umfassungsmauer Teile des romanischen Vorgängerbaues. Eine Anzahl sehr großer Natursteine (Findlinge) aus der Außenmauer wurden bei der Restaurierung nicht wieder verwendet, sie liegen als „Gedenksteine“ auf einem Haufen im Innenraum. Reste von Maßwerken und Epitaphien sind ebenfalls noch vorhanden. Alle diese Objekte könnten Stücke eines Objektmuseums werden, das, ergänzt um Informationsmaterialien, einen Einblick in die Historie des Bauwerks gibt.


Mauerwerkssanierung der Umfassungsmauer von außen

Im Bereich des Sockels und unterhalb des Kaffgesimses an der Außenseite der Mauer sind fehlende Steine zu ergänzen und offene Fugen zu schließen. Die bis zu einer Höhe von 4,50m zu sanierende Fläche hat eine Länge von über 150m. Das Vorhaben soll 2005 mit Hilfe des VHS-Bildungswerkes realisiert werden