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Veranstaltungen 2010 |
Führungen in der Nicolaikirche, auch Turmbesteigung und Besichtigung
des historischen Geläutes,
können zu jeder Zeit vereinbart werden. Das gilt ebenso für Vorträge
mit Bildern.
Der
Tag des offenen Denkmals 2010 am 12. September
in
der Zerbster Nicolaikirche
Von 10 Uhr bis 17
Uhr sind alle Teile des Baudenkmals zugänglich, je nach Bedarf finden
Führungen
statt. Die kunstvolle Grabplatte des Fürsten Johann ist ebenso
sehenswert wie andere Epitaphien, das Unionsdenkmal oder das Baudekor
der
Chorfassade. Mitglieder des Nicolaivereins beantworten Fragen zur
Geschichte
des Baudenkmals und zum aktuellen Baugeschehen
Gegenüber den vergangenen Jahren
gibt es einige Veränderungen:
Das Mittelschiff ist geschottert,
dünn mit Erde abgedeckt und mit Rasen
angesät worden.
Die drei auseinanderbröckelnden
Pfeilerstümpfe der Nordseite wurden bis
auf eine niedrige Basis abgetragen. Der größte Stumpf im Nordwesten
soll nach seiner
Sanierung dauerhaft erhalten bleiben.
Der Südturm ist nun durch eine
neue, gewendelte Treppe vom Kirchenschiff
aus zu besteigen, der Nordturm nur noch Notausgang. Die Mühe des
Aufstieges
wird belohnt durch eine weite Rundsicht auf Stadt und Umgebung. Man
kann bis an
den Glockenstuhl des großen, neuen und doch auch historischen Geläutes
herantreten.
Um 15,00 Uhr sind alle Glocken zu hören und auf dem Turm auch in der
Bewegung
zu sehen.
Im endlich und mit vielen Mühen
soeben erst fertiggestellten obersten
Raum des Mittelturmes wird um 10 Uhr die Ausstellung eröffnet: „Alte
Kirche –
moderne Nutzung“.
Schon 2006 lief der
Architekturwettbewerb dieses Titels auf der
europäischen Denkmalmesse in Leipzig. Ein Dutzend beschädigte oder aus
anderen
Gründen kirchlich nicht mehr genutzte sakrale Baudenkmale war
ausgewählt
worden, Pläne für eine moderne Nutzung konnten eingereicht werden.
Wir in Zerbst wunderten uns
zunächst über das deutschlandweite Interesse
für unsere Nicolaikirche. Über 200 Nachwuchsarchitekten besichtigten
die Kirche,
manche machten die Aufgabe auch zum Thema für ihre Diplomarbeit.
Eingereicht
zum Wettbewerb wurden 137 Arbeiten, davon erstaunliche 37 zu der
Zerbster
Nicolaikirche. Zu 13 von ihnen gehört auch ein Modell. Die meisten
dieser
Arbeiten konnte der Förderverein nach der Messe ankaufen und nun
endlich werden
sie präsentiert.
Zum Tag des offenen Denkmals kann
man die Produkte manchmal ungezügelter
Kreativität bestaunen, wie sie Historisches mit Modernem verbinden.
Auch in der Folgezeit wird diese
Ausstellung zu sehen sein.
