Förderkreis St. Nicolai Zerbst e.V.

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Der Förderkreis St. Nicolai Zerbst e.V.

gründete sich am 24. Juni 1991 mit dem Ziel, den drohenden Verlust der Nicolaikirche abzuwenden und das Bauwerk für die Stadt Zerbst zu erhalten. Zu diesem Zwecke leistet der Verein seither eine umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit. Im Jahr 1994 gab der Verein eine Monographie zur Stadtkirche St. Nicolai heraus (Die Stadtkirche St. Nicolai zu Zerbst: Bilder aus der größten Kirche Anhalts/ Heike Ingrid Derscheid. Mit Beitr. von Erich Hänze und Walter Tharan. Oschersleben: Ziethen, 1994, ISBN:3-928703-20-X )

Von der Kirchengemeinde als Eigentümer wurden alle Aufgaben zur Rettung und Erhaltung der Nicolaikirche an den Verein übertragen. Dieser trat in alle Rechte und Pflichten des Bauherrn ein.

Ziele des Vereins:

Rettung des Baudenkmals St. Nicolai in der Stadt Zerbst

Das Turmbauwerk soll in einen guten baulichen Zustand versetzt, für die Aufnahme aller noch vorhandenen Glocken geeignet

und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Das Kirchenschiff soll im ruinösen Zustand gesichert werden.

Ziel ist weiterhin eine Nutzung, die der Geschichte des Bauwerks sowie den Bedürfnissen der Bürger gerecht wird.

Dementsprechend ist der Innenraum und die Umgebung zu gestalten.

Im Rahmen der Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen leistet der Verein Beiträge für neue Verfahren zur Sicherung historischer Bauten.

Wiederherstellung des historischen Geläutes.

Kontakt:

Besichtigungen der Kirche sind im Rahmen der Stadtführungen der Stadt Zerbst möglich oder nach vorheriger Absprache mit den Vorstandsvorsitzenden oder der Kirchgemeinde.

Förderkreis St. Nicolai-Zerbst e.V.
Rennstraße 7-9, 39261 Zerbst, Telefon: 03923/3291

Vorstandsvorsitz: Herr Walter Tharan, Wäschkeweg 3, 39264 Zerbst, Telefon: 03923/786122, mail@tharan.net

Touristinformation Zerbst: Schlossfreiheit, 39261 Zerbst, Telefon: 03923/782351

 


Förderkreis
St.Nicolai Zerbst e.V.






Förderkreis besteht am 24. Juni 2011 seit 20 Jahren

Die zweite Rettung von St. Nicolai

Sie gilt als letzter monumentaler Sakralbau des ausgehenden Mittelalters in Deutschland. Sie machte für ein Jahrhundert das deutsche Zentrum des reformierten Glaubens mit aus. Wurde schwer zerstört und vor dem Abriss gerettet. Er hat nach der Wende etwas gesucht, sich für seine Stadt zu engagieren. Hat einen Förderkreis initiiert, der sie vor dem Verfall bewahrt. Sie ist die St. Nicolaikirche Zerbst. Er ist Walter Tharan, Vorsitzender des am 24. Juni 2011 vor 20 Jahren gegründeten Vereins.

Von Antje Rohm

Zerbst. Es ist wieder Klos-terzeit. Keine der Besinnung, sondern eine des Wissenszuwachses. Passt das Thema, ist Walter Tharan gern Gast der Sommerakademie, zu der die Deutsche Bundesstiftung Umwelt regelmäßig ins sächsische St. Marienthal einlädt. In dieser Woche geht es dort um das Naturerbe.

Ein für die Natur Engagierter ist er ebenso wie er es für das bedeutende Zerbster Baudenkmal Nicolaikirche ist. „Mein Vater war Architekt. Dadurch ist das Interesse wohl angeboren", sagt der 77-Jährige.

Sich schon zu DDR-Zeiten auch für den Denkmalschutz zu engagieren bleibt ihm verwehrt. „Willst Du etwas tun für diese Stadt? Jetzt bremst Dich niemand mehr!" Tharan-Monolog nach 1989.

Er tut etwas. Auch und vor allem für St. Nicolai. Die einst größte Hallenkirche Anhalts, auch als Ruine ein beeindruckendes wie bedeutendes Bauwerk. Aber in sehr schlechtem Zustand.

Ihre überregionale architektonische und künstlerische Bedeutung hat die bei der Bombardierung der Stadt Zerbst im April 1945 zur Ruine zerstörte Kirche vor dem Abriss bewahrt. Baupläne für ein „neues Zerbst" ohne St. Nicolai werden erstmals 1969 bekannt. Der Kampf um die Kirche dauert bis 1980 an. Dass sie stehen bleibt, ist wesentlich dem damaligen Kreisoberpfarrer Dietrich Franke zu verdanken.

Der heutige Oberkirchenrat i. R. ist im Frühjahr 1991 erster Adressat für Walter Tharan und seine Förderkreis-Idee. Und ihr erster Befürworter. „Ein neues Blatt in der Geschichte der Kirche konnte geschrieben werden. Die Kirchengemeinde wäre dazu allein nicht in der Lage gewesen", erinnert er sich.

Groß ist die Resonanz, als am 24. Juni 1991 zur Förderkreis-Gründung ins Zerbster „Lutherhaus" eingeladen wird. Weil die Vorstellungen von der Substanzsicherung bis zum völligen Wiederaufbau auseinandergehen, werden nicht alle Mitglieder. Gut 50 zählt der Verein in Spitzenzeiten, an die 40 sind es heute. Erster Vorsitzender wird Otto Hoffmann. Als Vorsitzender des Gemeindekirchenrates vertritt er den Gebäude-Eigentümer.

Der Förderkreis hat die Sicherung und den Erhalt der Kirchenruine geschafft, die 1991 nur noch mit fragmentösen Türmen stand, von starken Schäden im Mauerwerk gezeichnet und innen völlig zugewachsen war, und möchte sie nun zur überregional ausstrahlenden Kulturstätte entwickeln. Oder anders ausgedrückt: Mehr als 2,2 Millionen Euro sind in den vergangenen 20 Jahren allein über geförderte 22 bauliche Maßnahmen in St. Nicolai geflossen. Gerade hat Maßnahme 23 begonnen. Dazu kommen viele ungeförderte Projekte.

Was hier leicht und schnell dahergesagt ist, war von der Bauzaunaufstellung bis zum jetzt wieder repräsentativen Baudenkmal eine Zeit aufwändigen Einsatzes von Vereinsvorstand und vielen Mitgliedern im Ehrenamt und immer wieder vielen Partnern, vielen Spendern, die es brauchte, die gefunden wurden. Festgehalten auch in einem Ende 2009 erschienenen Buch Walter Tharans.

20 Jahre mit St. Nicolai sind geprägt durch besondere Höhepunkte. Walter Tharan nennt zuerst die 2007 abgeschlossene Wiederherstellung des historischen Geläuts. Mit einst sieben Glocken war es das größte und bedeutendste in Anhalt. Erklungen war es schon lange nicht mehr. Jetzt sorgen die fünf erhaltenen und restaurierten sowie um eine neue „Stifterglocke" ergänzten Glocken für eindrucksvollen Klang.

Walter Tharan erinnert an die „Mauerkronen-Geschichte". In einem Pilotprojekt mit der Hochschule Magdeburg-Stendal werden die Mauerkronen von St. Nicolai auf spezielle Weise hergerichtet und bepflanzt, „ingenieur-biologisch" gesichert.

Auch der Aufbau des Turmkomplexes, zu dem jetzt unter anderem statt des früheren Mittelturmes eine Aussichtsplattform gehört, hebt der Vereinsvorsitzende im Rückblick hervor.

20 Jahre mit St. Nicolai sind geprägt durch besondere Begegnungen. „Sehr gefördert hat uns Landeskonservator i. R. Gotthard Voss." Und dann ist da Fritz Brickwedde. Der Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt kommt im Jahr 2000 auf einer Dienstreise durch Zerbst, sucht ein Restaurant – und stößt auf St. Nicolai. Beeindruckt hinterlässt er die Förderrichtlinien der auch im Denkmalschutz engagierten Stiftung im Pfarrhaus. Ein Zufall, der dem Verein zu neuem Leben verhilft.

Der war über den Turmbau in finanzielle Probleme und eine Krise geraten und stellt ab 1998 sämtliche Aktivitäten ein. Brickwedde ist ein Impuls für den Neuanfang, nun mit Walter Tharan an der Vereinsspitze. „Andere in meinem Alter machen Kreuzworträtsel. Ich beschäftige mich damit", umschreibt der in trockener Tharan-Art sein ungebrochenes Engagiertsein. Seit 2007 steht er dafür auch im Zerbster Ehrenbuch.

20 Jahre mit St. Nicolai sind geprägt durch besondere Erfahrungen. Die der Vereinsentwicklung. Die des alten Gemäuers. Auch etwa der Probleme, die es nun mit der Mauerkronensicherung gibt, wenn es sehr trocken ist oder durch den massiven Taubenkot.

Besondere Erfahrungen hat Walter Tharan zudem mit För-deranträgen gemacht, die viele Aktenordner dick die Schränke füllen. War es bei den ersten Maßnahmen ein großer Geldgeber, wie die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, sind es längst drei, vier oder fünf. Fünf zum Beispiel bei der aktuellen Maßnahme 23. „Alle fünf haben eigene Förderrichtlinien", erzählt der Vereinsvorsitzende. Für die knapp 30 000 zu investierenden Euro waren „25 Punkte abzuarbeiten. Jedes Mal muss auf einen Bescheid, eine Genehmigung gewartet werden. Zwangsweise kommen wir so immer wieder auch in Terminnöte." Walter Tharan aber kann hartnäckig sein. „Mit einem Antrag bin ich einer unter Vielen. Aber wenn ich jemand am Telefon habe, kann ich ihn schon beschwatzen."

Wo soll es hingehen mit St. Nicolai? Träume, Visionen sind nichts für Walter Tharan. Der Naturwissenschaftler ist Realist. „Ich halte nichts davon, Illusionen nachzuhängen. Das gilt für die Sicht aufs Bauwerk. „Die Kirche hat ihr Aussehen gewandelt. Das muss man akzeptieren."

Das gilt für die Nutzung. Der Förderkreis bemüht sich, bessere Bedingungen für Veranstaltungen in der Kirche zu schaffen. Der Zerbster Weihnachtsmarkt findet seit mehreren Jahren bereits in der besonderen Kulisse statt. „Zwischen der Seebühne Magdeburg und Ferropolis gibt es nichts, was so ein Fluidum hat", weiß Walter Tharan. Allerdings auch, dass der Verein als Veranstaltungs„macher" in jetziger Form kein Potenzial hat.

Einen „kleinen Wunsch" gibt es doch. Den, „dass, auch wenn der Eigentümer das einmal nicht übernimmt, jemand weitermacht." Noch ist da der Förderkreis und dessen Initiator Walter Tharan ist gerade als Vorsitzender für zwei Jahre wieder gewählt worden.
(Volksstimme-Beitrag von Antje Rohm)














Bericht
des Vorstandes für das Jahr 2010


1.
Veranstaltungen/Vereinsangelegenheiten

Im
Berichtszeitraum fanden
7
Sitzungen des Vorstandes
statt, am 22.01.// 18.03. // 11.05. //22.06. // 25.08. // 05.10. // 24.11.2010.
In
diesen Sitzungen wurden beraten bzw. beschlossen:

-Tätigkeitsbericht
und Jahresrechnung für 2009

-Verwendungsnachweis
M21 über 55 848,84€  für Turmbaumaßnahmen,
Dichtung der Plattform

-Maßnahmeänderung
für M22 für 2010 bei den Förderpartnern

-Antragstellung
M23 für 2011 bei Förderpartnern Land, Landkreis, Stadt Zerbst und
Lotto-GmbH

-Zielstellung
des Vereins für 2010 und 2011

Die Jahreshauptversammlung fand am 22. Januar 2010 statt.

Zu folgenden Anlässen war der Verein mit einem Stand zugegen:
Stafette „Magdeburg-Rom“, Einweihung Katharina-Denkmal, Tag d. offenen Denkmals,
Stadt-Seniorentag, Weihnachtsmarkt.

Mitglieder des Vereins haben an 3 Arbeitseinsätzen teilgenommen. Es wurden
Beräumungen im Turm durchgeführt und der Raum R4 wurde als Ausstellungsraum hergerichtet.

Der Mitgliederbestand des Vereins hat sich geändert. FrauJäckel/Quedlinburg,
Frau Fruth/Zerbst, Frau Grothmann/Zerbst sowie das Ehepaar Bettina und Josef Fassl aus Magdeburg sind eingetreten,
ausgetreten ist Herr Bischoff.
Zudem haben einige Mitglieder seit mehreren Jahren weder Beiträge gezahlt noch sonstige Kontakte zum Verein.

Frau
Elisabeth Losert ist in diesem Jahre gestorben. Sie war nicht Mitglied
unseres Vereins, hat uns aber entsprechend ihren Möglichkeiten ständig
finanziell unterstützt und sich in der Öffentlichkeit für den Erhalt
der Nicolaikirche eingesetzt.


2.
Die Projekte des Jahres 2010 – 

Die
geförderte Maßnahme M22

Gegenüber
dem ursprünglichen Entwurf wurde die Maßnahme verkleinert,
da die Finanzierung nicht in vollem Umfang möglich war. Ursprünglich im Finanzierungsplan mit 73 000 € veranschlagt,
standen bei Maßnahmebeginn jedoch nur 31 000 € zur Verfügung.
Die tatsächlichen Kosten betrugen 31 510,27 €.

Die
Realisierung des Projektes konnte erst im August d. J. beginnen,
da vorher nicht alle Bescheide zu den Förderanträgen zu erwirken waren.
Wegen des fehlenden Bescheides musste der Antrag beim Landkreis ABI zurückgezogen werden.

Das
vorzeitige Eintreten harten Winterwetters vergrößerte die
Schwierigkeiten.
So konnte die Keramikmanufaktur Reicho in Görzke die Bodenplatten für den Turmdurchgang nicht termingerecht brennen und liefern,
da sich die Vortrocknung bei hartem Frost verzögerte.

Die
Maßnahme wurde infolgedessen nach dem Erwerb der Keramikplatten
abgeschlossen.

Alle
Arbeiten sind in der mit dem Landesamt für Denkmalpflege und der
unteren DMS-Behörde vereinbarten Weise ausgeführt worden.


Was wurde mit der Maßnahme M22 realisiert?

NachAbbruch
von Vermauerungen und Beräumung ist viel Bauschutt entsorgt worden.

Das
durch Frost im vorigen Winter zerstörte Entwässerungssystem der
Aussichtsplattform wurde durch ein neues mit Wasserspeiern ersetzt (Firma Natho).
Die Innenrohre der Entwässerung werden bei Kälte automatisch beheizt.

Der
darunter liegende Raum erhielt eine Elektroinstallation mit Beleuchtung
(Firma Lindau) und wurde als Ausstellungsraum hergerichtet. Für das
Hänge- und Ausstellungssystem sind nur die Materialkosten enthalten, da
die Arbeiten von Vereinsmitgliedern ehrenamtlich geleistet wurden. Auf
das Einbringen der Eigenleistungen in das Förderprojekt wurde
verzichtet, weil der Finanzplan ausgeschöpft war. Zudem sind
Leistungsnachweis und Kostenansatz schwierig zu belegen.

Der
fehlende Aufgang vom Kirchenschiff zum Südturm ist durch eine verzinkte
Spindeltreppe (Firma Reichelt) hergestellt worden.

Das
bisher vermauerte Westportal wurde wieder geöffnet und am 17.12.2010
ein
in Eichenholz (Fa. Pietreck) gefertigtes neues Portal eingebaut.
Es ist der künftige Haupteingang, der dahinter liegende 40 qm große Turmdurchgang wird erst bei Frostfreiheit fertiggestellt.

Die
Finanzierung der Maßnahme M22, insgesamt 31 510,27 €:

Lotto-Toto-GmbH
S-A     6 000 €


Volksbank
Dessau-Anhalt     1 500 €


Stadt
Zerbst   10 000 €


BWZ
GmbH Zerbst     1 550 €


Sparkassenstiftung
AZE     5 000 €


Gasversorger
Stadtwerke/EGM     1 500 €

Eigenanteil 5 960,27 €

Der Verwendungsnachweis ist fertiggestellt, das Rechnungsprüfungsamt der
Stadt Zerbst hat ihn geprüft und nicht beanstandet.

Zusammenarbeit
mit der Köthener Beschäftigungsgesellschaft (Köbeg):

Außerhalb
des Förderprojektes stellte uns die Köbeg Arbeitskräfte
kostenlos zur Verfügung. Diese stellten im Turm Estriche her, verlegten Bodenplatten
auf der ehemaligen Orgelempore, bereiteten den Turmdurchgang für die
Neugestaltung vor, befestigten bzw. beräumten einige Pfeilerstümpfe,
fertigten Handläufe für den Südturm, 6 Bänke für das Kirchenschiff und
anderes. Der Verein hatte nur das nötige Material zu bezahlen, was
durch eine große Spende der Firma Zetiba Zerbst möglich wurde.


3.
Antragstellung für 2011 – M23: Maßnahmebeschreibung

„Entwicklung
der Nicolaikirche in Zerbst zu einer Kulturstätte für die Stadt und die
Region“

Die
Maßnahme verfolgt zwei Ziele, die zueinander in Beziehung stehen:

1.
Erhaltung des Bau- und Kulturdenkmals St. Nicolai in Zerbst.

Im
Jahre 1991 begannen die umfangreichen Arbeiten der Denkmalsicherung mit
der Option, dass zur Erhaltung des Bauwerkes alle 10 bis 15 Jahre eine
Inspektion erforderlich wäre. Jetzt zeigen Mauerreste des ersten
Arkadenbogens am Nordturm in etwa 20 m Höhe Anzeichen der
Destabilisierung, Steine fallen herab. Diese Reste müssen mit dem
Einverständnis der Denkmalschutzbehörden beseitigt und die
Abbruchflächen gesichert werden.

Von
der Mauer des Südturmes fallen häufig Putzteile und auch Taubenkot auf
die neue Treppe. Ein Überdach soll die Sicherheit der Besucher
gewährleisten und Verschmutzungen verhindern.

Ein
Vorhaben der Denkmalsicherung betrifft das Garpraderepitaph von 1432.
Es soll einen Wetterschutz aus Edelstahl und Glas bekommen.

Wieweit
das erhaltenswerte spätgotische Baudekor konserviert werden kann, wird
von der Realisierung des Finanzierungsplanes und vom Ergebnis der
Leistungsangebote abhängig sein.

Schließlich
ist am Eingangsportal eine Tafel (Metall) mit wesentlichen
Informationen zur Bauwerksgeschichte und zu den bisherigen
Erhaltungsmaßnahmen vorgesehen.

2.
Voraussetzungen für eine erweiterte Nutzung.

Das
weitere Ziel ist die Verbesserung der Nutzungsbedingungen, die für die
Finanzierung der permanent erforderlichen Erhaltungsmaßnahmen zwingende
Voraussetzungen sind.

Das
Kirchenschiff soll für große Freiluftveranstaltungen durch eine
transportable Sitzmöblierung nutzbar gemacht werden. Gegenüber der
Anmietung wird die Anschaffung von transportabler Sitzmöblierung schon
nach wenigen Veranstaltungen kostengünstiger (die Kosten für einmalige
Anmietung betragen etwa 1000 €).

Die
Anschaffung eines Wetterschutzes für die Akteure (Großes Zelt) macht
die Veranstaltung nicht so stark vom Wetter abhängig und die
Verpflichtung z. B. von Orchestern möglich.

Der
Finanzbedarf wurde mit 29 500 € ermittelt.


4.
Das Unionsdenkmal - ungefördert

Die
Firma Keck erhielt für das Frühjahr 2011 den Auftrag, den verspätet
aufgefundenen Kopf  des aus Teilen wieder zusammengesetzten
Unionsdenkmals anzubringen und Säuberungsarbeiten auszuführen.


5.
Öffentlichkeitsarbeit.

Neue
Druckmaterialien wurden im Berichtsjahr nicht entwickelt, das aktuelle
Faltblatt bietet viele Informationen.

In
der Presse (Volksstimme) waren wir regelmäßig präsent.

Die
Geläut-CD und das Nicolaibuch 2 sind auch immer wieder gefragt.

Der
Dathe-Verlag hat zwei Postkarten herausgebracht, auf denen die
Nicolaikirche ein Hauptmotiv darstellt. Wir haben einen Grundbestand
für unsere Öffentlichkeitsarbeit angekauft.

Unsere
Homepage „sanktnicolai-zerbst.de“ wurde mehrfach aktualisiert. Dieser
vorgelegte Jahresbericht 2010 ist dort nachzulesen.

Die
schon lange geplante Ausstellung der Entwürfe zur Europäischen
Denkmalsmesse 2006, soweit sie sich auf die Zerbster Nicolaikirche
bezogen, konnte zum Tag des offenen Denkmals eröffnet werden und bleibt
vorläufig bestehen.

Im
Laufe des Jahres fand eine große Anzahl von Führungen statt.


Zerbst,
den 10.02.2010


Walter Tharan,
Vorsitzender